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Liebe Kinofreunde
Als erster Film, der die Entstehung eines palästinensischen Nationalbewusstseins und den palästinensischen Widerstand vor der Gründung des Staates Israel thematisiert, ist Palästina 36 ein wichtiger, informativer und sehenswerter Film, dessen historische Korrektheit in den wesentlichen Punkten von einer eigens von der BBC in Auftrag gegebenen historischen Studie zuvor geprüft wurde (S. 5).
Von zumeist jüdischem Klientel aufgesucht, gerät das Leben der Psychoanalytikerin Dr. Lilian Steiner ins Straucheln, als eine ihrer Patientinnen (vermeintlich?) Selbstmord begeht und sie selbst während einer Hypnosesitzung in das von Nazis besetzte Paris im 2. Weltkrieg zurückgeführt wird. Wenn auch die wunderbare Jodie Foster uns als Therapeutin leider nicht zur Verfügung steht, so begleiten wir sie doch mit Wonne bei ihrer Suche nach einem möglichen Mörder (S. 6).
All jene Zuschauerinnen, die alt genug sind, um die 1950er Jahre bewusst erlebt zu haben, werden den Reizen des Wiedererkennungswertes mit Freude erliegen und den Weg der Emmi Creola zur Kultfigur Betty von Herzen gern begleiten. Aber auch jüngeres Publikum wird seinen Spaß haben, zumal die Frauen-Sinn(ema)-Gäste mit Secco und kreativsten Hupferln begrüßt werden (S. 2).
Hochmusikalisch geht es zu bei der nächsten Kaffee-Kuchen-Kino-Veranstaltung, anlässlich der Antonio Vivaldi sich und uns die Ehre seines Aufspielens gibt und überdies reichlich frischen Wind in die ziemlich unterdrückte Welt der jungen Waisenmädchen in Venedigs Kloster bringt. Wir werden uns bemühen, unsere Kuchen mit entsprechend musikalisch-dekorativer Handschrift zu versehen (S. 14).
Durch die Unterstützung des SI-Club Kaiserslautern können wir auch den Mai mit einer Veranstaltung der Reihe Kino Frauen aller Kulturen bereichern. Ihnen und weiteren treuen UnterstützerInnen sowie den anhaltend zahlreichen Besucherinnen ist es zu verdanken, dass diese Reihe im nunmehr vierten Jahr in Kaiserslautern läuft und das UNION – Studio für Filmkunst mittlerweile das einzige Kino Deutschlands ist, in dem sie durchgeführt wird (S. 14).
„Wem gehört unser Leben? Wer entscheidet über unseren Tod?“ In einem fiktionalen Ethikrat werden diese Fragen diskutiert anhand des Falles eines 78-jährigen gesunden Mannes, der seinem Leben durch ein Medikament mit Hilfe seiner Ärztin ein Ende setzen möchte. Gezeigt wird dieser Film im Rahmen der Seniorenwoche Kaiserslautern (S. 4).
Wem auch immer unser aller Leben gehört - wir sollten es so intensiv wie nur irgend möglich genießen und der Kultur dabei den ihr gebührenden Platz einräumen.
Ursula Simgen-Buch

