Liebe Kinofreunde

Edison, Marie Curie, Hilma af Klint und die Schamanen werden mit ihren je eigenen herausragenden Fähigkeiten Sorge tragen, dass unsere ZuschauerInnen während der kommenden sechs Wochen auf mehr als eine Weise Erleuchtung erfahren dürfen. Jenseits des Sichtbaren zeigt sich uns eine größere Welt, eine Welt voller Licht, eine Welt mit Elementen des Lebens, die mitunter kaum zu begreifen sind. Es zeigt sich auch eine Frau, die sich mit Biologie, Theosophie, Astronomie, Relativitätstheorie und Malerei beschäftigt und lange vor Kandinsky und Mondrian weit mehr als 1000 abstrakte Gemälde erschaffen hat. Mutmaßungen, wie es möglich sein kann, dass Jahrzehnte später nahezu identische Kopien eben jener weggeschlossenen Werke entstehen konnten, sind zugelassen. Wen dies alles psychisch aus der Bahn wirft, der möge sich einen Platz auf der Couch des Wohnhauses in Tunis buchen und daselbst alles ihn oder sie immer schon umtreibende Rätselhafte verbalisieren. Hilft auch dies nichts, so bleibt noch immer Master Cheng, der für (fast) jedes Problem die passende Suppe zu kochen in der Lage ist.

Wir sind dankbar, mit eben jenem Master Cheng im Juli erstmals wieder eine Frauen-Sinn(ema)-Veranstaltung ankündigen zu dürfen mit Secco, Hupferl, Verlosung und somit allem, was Hirn, Herz und Gaumen so begehren (S. 2).

Dank der Kooperation mit dem Kultursommer Rheinland-Pfalz der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur und der Gemeinde Enkenbach-Alsenborn wird Alsenborn in diesem Sommer zum Schauplatz eines kleinen Open Air-Festivals. Vier Vorstellungen finden im romantischen Innenhof des ehemaligen Gasthauses Krämer statt, eine fünfte Vorstellung im Schwimmbad Alsenborn. Selbstverständlich (wie auch in unseren Kinos) alles unter Berücksichtigung der aktuell geltenden Corona-Bestimmungen (S. 4-6).

In nahezu jeder Hinsicht eingeschränkt, scheuen Kaiserslauterns Kulturschaffenden dennoch keine Mühe, ihrem Publikum auch in schweren Zeiten sinnenfreudig-leichte Stunden zu bescheren. Im UNION – Studio für Filmkunst werden dem Publikum zur Kurzen Nacht der Kultur. Mit Sicherheit ausgewählte Kurzfilme zum Thema gezeigt, die gewiss auch Anlass zu selbstkritischer Reflexion bieten bis hin zu der Frage: Ist es für die Bewertung des eigenen Tuns und Denkens denn echt vonnöten, die Anzahl irgendwelcher Likes tagaus tagein im Auge zu behalten? (27. Juni, 19.00 Uhr & 21.00 Uhr). Die Ausstellung der Werke von Ray Albuquerque im Foyer des UNION – Studios sollte an diesem wie auch an allen folgenden Abenden allerdings unbedingt ins Auge gefasst werden (S. 22).

Kommt und schaut – es lohnt sich!

Ursula Simgen-Buch

... Und endlich wieder ein aktuelles Kinoheft, GEDRUCKT ab morgen an den üblichen Auslagestellen, ONLINE schon jetzt ...

https://issuu.com/film.kunst.kino/docs/fkk_200708