Das Wort zum Freitag (7)

Liebe Kinofreunde,

Was nach wie vor fehlt: Der Hauch einer Andeutung, wann die Kinos – mit welchen Einschränkungen auch immer – wieder öffnen dürfen. Gute Nachrichten gibt es dennoch: Laut Mitteilung von Kulturstaatsministerin Monika Grütters werden sämtliche Programmkinos finanziell unterstützt, die während der vergangenen drei Jahre einen Kinoprogrammpreis des Bundes erhalten haben. Welch ein Segen, dass wir von der Belobigung unserer Arbeit nun nochmals auf so prosaisch-überlebensnotwendige Weise profitieren dürfen. Mainz sendet ebenfalls positive Signale, die es freilich noch zu konkretisieren gilt. Allzeit antragsbereit stehen wir mit gespitztem Bleistift parat.

Größtes Lob gebührt unserem Publikum, das all die vergangenen Wochen hindurch nicht müde wurde, uns mit dem Kauf von Gutscheinen und Zehnerkarten zu unterstützen, mit warmherzigen Worten und vor allem auch mit einer Spendenbereitschaft, die unsere Hoffnungen weit übertroffen hat und die zu verhindern hilft, dass wir in allernächster Zukunft den Vorhang endgültig schließen müssen mit den Schlussworten aus dem entzückenden Kurzfilm „Mensch und Maschine“: „Jetzt is‘ ganz aus. Jetzt is‘ schwarz.“

Aus dampfnudelgroßem Herzen sagen wir Dank und freuen uns von Tag zu Tag mehr auf unser aller Wiedersehen in einem unserer Kinos!

Ursula Simgen-Buch

PS.: Um die Zeit bis zum Wiedersehen etwas zu verkürzen, weisen wir euch auf den „Systemsprenger“-Kinotag hin: Am kommenden Sonntag, den 10.5., habt Ihr die Möglichkeit, den Film, der soeben mit acht deutschen Filmpreisen ausgezeichnet wurde, zwischen 16 und 20 Uhr zu streamen und euch mit der Regisseurin Nora Fingscheidt, den DarstellerInnen Helena Zengel, Albrecht Schuch, Gabriela Maria Schmeide und anderen Mitwirkenden zu unterhalten. Ein Teil der Einnahmen geht an das ausgewählte Kino, in dem Ihr den Film unter normalen Umständen geschaut hättet, also das UNION – Studio für Filmkunst. Näheres findet ihr auf union.film-kunst-kino.de.